Equisal-Bandwurmtest

Hat mein Pferd Bandwürmer? Ein einfacher Speicheltest gibt Aufschluss!

Der Bandwurm

Drei verschiedene Sorten

Es gibt drei verschiedene Sorten Bandwürmer, mit denen sich Pferde infizieren können. Der am häufigsten in Deutschland vorkommende Bandwurm ist der Anoplocephala perfoliata. Dies ist ein platter Bandwurm, der max. 8 cm lang und 1,5 cm breit werden kann. Der Bandwurmkörper besteht aus Segmenten (Proglottiden) und an seinem Kopf befinden sich vier Saugnäpfe, mit denen sich der Wurm an die Darmwand heftet.  

Lebenszyklus

Bandwürmer haben einen sogenannten indirekten Lebenszyklus, d. h. der Bandwurm benötigt einen Zwischengastwirt, um das ausgewachsene Stadium zu erreichen. Infizierte Pferde scheiden „Paketchen“ mit Bandwurmeiern mit dem Kot aus. Diese Pakete brechen auf, woraufhiHeumilben die Eier aufnehmen. In der Heumilbe entwickeln sich die Bandwurmeier zu Larven. Grasende Pferde nehmen diese Heumilben beim Fressen auf. Im Pferdedarm entwickeln sich die Bandwurmlarven innerhalb von 6 – 10 Wochen zu ausgewachsenen Bandwürmern, die sich hauptsächlich im Übergang vom Dünn- zum Dickdarm aufhalten, dort wo auch der Blinddarm mündet.

Erwachsene Bandwürmer bestehen aus vielen Segmenten, die alle sowohl über männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane verfügen. Neue Wurmsegmente werden direkt hinter dem Kopf des Wurmes gebildet, wobei sich die bestehenden Segmente immer weiter nach hinten schieben. Je weiter entfernt sich ein solches Segment vom Kopf des Wurmes befindet, desto reifer ist es. Wenn solch ein reifes Segment am Ende des Wurms angekommen ist, ist es voll mit Wurmeiern und lässt los. Wird ein solches Segment mit dem Pferdekot ausgeschieden, bricht es auf, die Eier kommen frei und der Zyklus fängt wieder von vorne an.


Kotuntersuchung nicht sinnvoll


Da Bandwürmer ihre Eier in kleinen Paketen absetzen, ist eine Kotuntersuchung eigentlich ungeeignet für deren Nachweis. Manchmal kann man Bandwürmer durch reguläre Kotuntersuchungen nachweisen, das sind allerdings nur Zufallstreffer. Wenn man mit dem bloßen Auge Bandwurmeier im Pferdekot erkennen kann, ist das Pferd ganz sicher mit (schädlichen) Bandwürmern infiziert. Aber auch wenn keine Eier zu sehen sind, ist es sehr gut möglich, dass Ihr Pferd Bandwürmer hat.

Da der Bandwurm seine Eier in Paketchen ausscheidet, kann man daraus auch nicht auf den Schweregrad der Infizierung schließen, wie das bei anderen Magen-Darm-Würmern der Fall ist.

Daher raten viele Tierärzte mindestens 1 – 2 x jährlich zu einer „Blindbehandlung“ gegen Bandwürmer. 

Der neue Equisal-Bandwurmtest dagegen weist Bandwürmer aufgrund einer Immunreaktion des Pferdes nach. Wenn nämlich Bandwürmer im Pferdedarm sind, produziert das Immunsystem des Pferdes (sehr spezifische) Bandwurm-Antistoffe im Speichel, die mithilfe des Equisal-Bandwurmtests nachgewiesen werden. Dabei gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der Menge der Antistoffe im Speichel und der Zahl der vorhandenen Bandwürmer.

Seit ein paar Jahren kann man diese Antikörper auch mithilfe eines Bluttests nachweisen, aber diese Tests sind relativ teuer und umständlich, weil die Blutprobe von einem Tierarzt abgenommen werden muss.